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© Nvidia

Jensen Huang präsentiert Fortschritte bei KI-Agenten, Infrastruktur und Physical AI.

GTC Berlin: NVIDIA plant Beteiligung an Reflex Aerospace
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Berlin steht im Mittelpunkt wichtiger Ankündigungen von NVIDIA: Bei der GTC Berlin 2026 stellte Gründer und CEO Jensen Huang am 21. Oktober im Tempodrom neue Technologien für autonome KI-Agenten, leistungsfähige Recheninfrastruktur und industrielle Anwendungen vor. Die Konferenz findet vom 20. bis 22. Oktober statt und bringt internationale Unternehmen, Forschende und Entwickler in der Hauptstadt zusammen.

Besonders relevant für den Berliner Technologiestandort ist eine bereits am 19. Oktober angekündigte Investition: NVIDIA plant eine Minderheitsbeteiligung an Reflex Aerospace, einem Space-Scaleup mit Standorten in Berlin und München.

Reflex Aerospace: Satellitentechnologie aus Berlin und München

Reflex Aerospace entwickelt und fertigt Satellitenplattformen, die sich an unterschiedliche Nutzlasten und Einsatzbereiche anpassen lassen, darunter Erdbeobachtung, Kommunikation und Weltraumlageerfassung. Nach Unternehmensangaben dauert es in der Regel neun bis zwölf Monate, einen neu entwickelten Satelliten auszuliefern, gegenüber zwei bis vier Jahren bei klassischen Satellitenprogrammen.

Die geplante NVIDIA-Investition soll den Ausbau der Produktion in Bayern und die Weiterentwicklung der Satellitenarchitektur unterstützen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Datenverarbeitung direkt an Bord der Satelliten, dem sogenannten On-Board Processing. Die Höhe der geplanten Beteiligung wurde nicht bekannt gegeben.

Bereits im November 2025 hatte Reflex Aerospace eine Series-A-Finanzierung über 50 Millionen Euro abgeschlossen. Zu den bisherigen Investoren gehören Alpine Space Ventures, Human Element, Bayern Kapital und HTGF. Mit seinem Berliner Standort, den das Unternehmen 2021 eröffnete, ist Reflex Aerospace auch Teil des Technologie-Ökosystems der Hauptstadt.

KI-Agenten und Physical AI prägen die Keynote

Auf der GTC stellte Huang während seiner Keynote unter anderem NVIDIA DSX POD vor, ein Referenzdesign für modular aufgebaute KI-Rechenzentren. Laut NVIDIA könnte sich die Installation vor Ort bei vorhandener Versorgungsinfrastruktur von sechs Monaten auf 14 Tage verkürzen.

Mit der OpenShell Reference Architecture präsentierte NVIDIA zudem einen Ansatz für den sicheren Einsatz autonomer KI-Agenten. Weitere Beispiele aus Industrie, Forschung und Gesundheitswesen zeigten, wie KI zunehmend in reale Arbeits- und Produktionsprozesse integriert werden kann.

Bereits am 19. Oktober unterzeichneten NVIDIA und die Bundesregierung beim Invest in Germany Summit in Berlin eine gemeinsame Absichtserklärung. Ziel ist es, fortschrittliche KI-Modelle für Physical AI zu entwickeln und industrielle KI-Anwendungen in Deutschland breiter nutzbar zu machen.

Berlin als Standort für KI-Forschung und Innovation

NVIDIA ist auch über die GTC hinaus in Berlin präsent. Nach Angaben von Jensen Huang arbeiten rund 150 Forschende am Berliner Standort, unter anderem in den Bereichen Robotik, autonomes Fahren, Computergrafik und Telekommunikation. Auch das Berliner KI-Unternehmen n8n zählt über NVIDIAs Investmentarm NVentures bereits zu den Unternehmen mit NVIDIA als Investor.

Mit der GTC wird Berlin in dieser Woche zum Treffpunkt für internationale KI-Entwicklung, Forschung und Wirtschaft. Das geplante Investment in Reflex Aerospace unterstreicht zusätzlich, wie Berliner Technologieunternehmen von der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern profitieren können, gerade an den Schnittstellen zwischen KI, Deep Tech und industrieller Anwendung.

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