Slop und Slopaganda. KI-generierte Bildwelten und die Reaktionsökonomie sozialer Medien
Wissenschaftlicher Vortrag darüber, wie KI-generierte Bilder und Videos politische Propaganda, digitale Kommunikation und aufmerksamkeitsgetriebene Inhalte in sozialen Medien verändern.
Wie verändert generative KI die Produktion und Verbreitung politischer Propaganda? In seinem Vortrag „Slop und Slopaganda. KI-generierte Bildwelten und die Reaktionsökonomie sozialer Medien“ untersucht Prof. Dr. Roland Meyer von der Zürcher Hochschule der Künste und der Universität Zürich den wachsenden Einfluss KI-generierter Bildwelten auf die digitale Kommunikation und den politischen Diskurs.
Im Mittelpunkt steht sogenannter „Slop“ – schnell, kostengünstig und massenhaft produzierter KI-Content, der zunehmend die sozialen Medien prägt. Während solche Bilder und Videos häufig als kommerzieller Clickbait dienen, werden sie auch für politische Botschaften, Desinformation und Mobilisierung eingesetzt. Meyer beschäftigt sich mit dem Begriff „Slopaganda“, einer Wortschöpfung aus Slop und Propaganda, die eine veränderte Form politischer Kommunikation beschreibt.
Anders als klassische, zentral organisierte Propaganda entsteht Slopaganda in dezentralen Netzwerken sozialer Medien, in denen staatliche und private Akteure Inhalte produzieren und verbreiten, die auf Klicks, Likes und Engagement ausgerichtet sind. Anhand aktueller Beispiele zeigt der Vortrag, wie dabei die Grenzen zwischen kommerziellen Inhalten und politischer Propaganda zunehmend verschwimmen.
Die Veranstaltung ist Teil der interdisziplinären Ringvorlesung „Aporien der Anwendung. Künstliche Intelligenzen in Geisteswissenschaften und Künsten“ der Freien Universität Berlin.
- Datum: 16. Dezember 2026
- Uhrzeit: 18:15–19:45 Uhr
- Ort: Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft, Hörsaal, Grunewaldstraße 35, 12165 Berlin
- Veranstalter: Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin
- Referent: Prof. Dr. Roland Meyer, DIZH-Brückenprofessor für Digitale Kulturen und Künste, Zürcher Hochschule der Künste und Universität Zürich
- Zielgruppe: Forschende, Studierende, Medien- und Kommunikationsfachleute, Künstler:innen und Interessierte an KI und digitaler Kultur
- Fokus: Generative KI, KI-generierte Bilder und Videos, Slopaganda, politische Kommunikation, Desinformation, soziale Medien und Aufmerksamkeitsökonomie
- Ringvorlesung: Aporien der Anwendung. Künstliche Intelligenzen in Geisteswissenschaften und Künsten
- Barrierefreiheit: Barrierefreier Zugang über den Hintereingang Schmidt-Ott-Straße